Nordkoreas versuchter Kauf von Aluminium brachte USA auf die Spur

18. Oktober 2002, 17:40
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Zur Urananreicherung - Pakistan Hauptlieferant

Washington - Nordkoreas Versuch, im Ausland große Mengen besonders starken Aluminiums zu kaufen, brachte die USA auf die Spur von Pjöngjangs Atomwaffenprogramm. Wie die "Washington Post" am Freitag berichtete, wurden Experten nach geheimdienstlichen Berichten über Nordkoreas "Appetit" auf das Metall argwöhnisch, das in der Ausrüstung zur Anreicherung von Uran verwendet wird. Dies sei nach Jahre langen Gerüchten über den Bau einer geheimen Anlage zur Plutonium-Gewinnung der erste "harte Beweis" gewesen, zitierte die Zeitung US-Regierungsbeamte.

Danach seien auch geheimdienstliche Berichte über "bedeutende Bauaktivitäten" in Washington eingegangen. Diese Konstruktionsarbeiten seien offensichtlich im Zusammenhang mit einer Urananreicherungsanlage gestanden. Welche Länder oder Firmen Nordkorea bei der Beschaffung der notwendigen Technologien für die Herstellung von Atomwaffen geholfen haben könnten, ließen die vom Blatt zitierten Regierungsbeamten offen. In mehren US-Zeitungsberichten war am Freitag Pakistan als Hauptlieferant genannt worden, was in Islamabad inzwischen entschieden zurückgewiesen wurde. Wie der Öffentlichkeit erst am Donnerstag bekannt geworden war, hatte Nordkorea Anfang Oktober gegenüber der US-Regierung erstmals die Existenz eines Atomwaffenprogramms zugegeben. (APA/dpa)

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    Das Kernkraftwerk Yongbyon in Nordkorea

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