Frankreich: Möglicherweise Einschreiten gegen Nordkorea nötig

18. Oktober 2002, 16:06
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Verteidigungsministerin Alliot-Marie in Washington - "Risiko der Erpressung durch Atomwaffen"

Paris - Die internationale Gemeinschaft muss nach Ansicht Frankreichs möglicherweise gegen Nordkorea einschreiten, um die Atomwaffen zu eliminieren, die das Land nach US-Angaben zu besitzen eingestanden hat.

Nordkorea könnte mit den Waffen andere Staaten erpressen oder sie an Terroristen verkaufen, sagte Verteidigungsministerin Michele Alliot-Marie am Freitag nach Gesprächen mit der US-Regierung in Washington.

Auf die Frage, ob die internationale Gemeinschaft Nordkorea möglicherweise entwaffnen müsse, wie es mit dem Irak erwogen wird, sagte die Ministerin: "In der Tat, ich glaube, es wird etwas unternommen werden müssen." Sie fügte hinzu: "Wir haben diesem Regime immer misstraut, und wir haben uns geweigert, diplomatische Beziehungen aufzunehmen." Frankreich hat sich den anderen Staaten nicht angeschlossen, die in den letzten Jahren ihre Beziehungen zu den Nordkoreanern normalisiert haben.

"Bedrohung ernst"

Zum Thema Kernwaffen und Nordkorea sagte sie weiter: "Es besteht das Risiko, dass sie sie zur Erpressung verwenden, aber auch, dass sie sie an irgend jemanden verkaufen, Terroristen- Netze eingeschlossen." Daher sei es "zwingend nötig, dass wir zusammenarbeiten, um diese Waffen zu neutralisieren. Wir werden mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um zu schauen, wie Nordkorea gezwungen werden kann, sie nicht mehr zu produzieren."

Die nukleare Bedrohung aus Nordkorea sei außerordentlich ernst, sagte die Ministerin. Und Frankreich werde eng mit dem USA zusammenarbeiten, um ihr zu begegnen. Frankreich ist eines der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. (APA/Reuters)

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