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18. Oktober 2002, 15:12
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Microsoft zeigt sich erfreut über den Erfolg der "Austria .Net Conferenz" - Finaler .Net-Server wird Anfang 2003 erhältlich sein

Die Austria .Net Conference, die von 16. bis 17. Oktober im Austria Center Vienna stattfand, hat nach Angaben Microsoft Österreich die gesteckten Ziele übertroffen und einen wichtigen Impuls für die heimische IT-Branche gesetzt.

"Sehr zufrieden"

"Nach zwei Konferenz-Tagen mit technischem Training und der Teilnahme von rund 1700 Software-Entwicklern und Architekten pro Tag sind wir mit den Ergebnissen sehr zufrieden", so Alexnader Holy, Manager der .Net Developer Group von Microsoft Österreich. "Als wir vor einigen Jahren mit unseren Konferenzen in Österreich gestartet sind, konnten wir etwa 200 Teilnehmer verbuchen, seit damals stieg die Zahl konstant an. Bereits im letzten Jahr haben wir es geschafft die Hofburg mit 1300 Teilnehmern bis auf den letzten Platz zu füllen. In diesem Jahr wurde die Ziele ebenfalls wieder übertroffen. Mit 1700 Teilnehmer wurde die Konferenz zum größten heimischen IT-Event des Jahres", so Holy weiter.

Die Schwerpunkte

Bei der diesjährigen .Net Conference gab es - durch die baldige Fertigstellung des .Net-Servers - einen Infrastruktur-Schwerpunkt mit Zentrum .Net-Framework und Web-Services. Neben der Eröffnungsrede von Tom DeMarco sowie der Abschlussrede von David Chappell - beide im Übrigen sehr interessant und hörenswert - gab es 32 technische Breakouts, acht geführte Hand-On Labs und eine breite Palette an begleitenden Informationsveranstaltungen.

Wlan-Wolke über dem Austria Center

400 PCs, 200 Pocket PCs mit Wlan-Karte (eine große Wlan-Wolke wurde rund um das Austria Center aufgebaut) und Tablet PCs standen den Teilnehmern zur Verfügung und rundeten das Angebot ab. Im Rahmen der Konferenz wurde auch der erste Release Candidate des .Net-Server verteilt, ein zweiter RC soll in den nächsten Wochen folgen. "Die finale Version wird sehr früh im nächsten Jahr bereit stehen", so Alexander Holy im Interview.

"Völlig neugeschrieben"

"Der .Net-Server wurde im Vergleich zum Internet Information Server 6 völlig neu geschrieben und bietet wesentliche Verbesserungen in Punkto Stabilität, Performance und Security. Im Gegensatz zu den früheren Version sind nun alle Dienste abgedreht. Ein Administrator muss nun durch ein einfaches Set-Up und kann dann den Information Server entsprechend den Wünschen und Bedürfnissen konfigurieren. So sind ASP, Frontpage oder FTP erst nach ausdrücklicher Anweisung installierbar und werden nicht mehr automatisch aktiv sein", so Holy weiter.

Active Directory und Web-Services

Entscheidende Punkte in der .Net-Strategie sind neben XML "mit dem sich viele Entwickler schon beschäftigt haben, andere aber noch keine Zeit hatten in die Tiefe zu gehen", Active Directory ("viele Firmen haben schon beziehungsweise stellen bald um") und digitale Signaturen. "Nach einer Arbeitszeit am .Net-Framework von vier Jahren - bis zum Releasetermin Anfang nächsten Jahres - sind wir der Meinung das .Net die Programmiersprache der Zukunft werden wird. So bedeutet etwa das integrierte "Safe Code", dass schon während der Ladezeit der Code geprüft und unsicherer Code erst gar nicht geladen wird. Ein Wunsch der schon seit einiger Zeit von Entwickler-Seite an uns heran getragen wurde", so Holy.

Im Gegensatz zu Java zeichnet sich .Net nach Angaben von Microsoft vor allem durch den geringern Speicherbedarf und die Schnelligkeit aus. "In Zukunft werden Software-Komponenten nicht mehr zentral gespeichert sein, sondern auf mehreren Rechnern liegen, die über .Net trotz unterschiedlicher Programmiersprachen miteinander kommunizieren werden können. Dank der sehr bequemen Entwickler-Tools werden Entwickler die Vorteile von .Net zu schätzen wissen. Microsoft wird in naher Zukunft alle seine Produkte auf Basis des .Net-Framework planen beziehungsweise hat schon einiges umgesetzt. So wird etwa auch das nächste Office-Paket auf .Net basieren", so Alexander Holy.(red)

  • Artikelbild
    foto: microsoft
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