FPÖ stellt Zeitplan für EU-Erweiterung in Frage

18. Oktober 2002, 13:21
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Reichhold fordert von Brüssel "Antwort auf alle offenen Fragen"

Klagenfurt - Die FPÖ stellt den Zeitplan für die EU-Osterweiterung in Frage. "Nicht der Zeitplan steht im Vordergrund, sondern das Einhalten der strikten Regeln und Normen", sagte Bundesparteiobmann Mathias Reichhold am Freitag bei einem Pressegespräch in Klagenfurt. "Wir werden unsere Meinung in der nächsten Woche im Hauptausschuss darlegen."

Durch die "Undiszipliniertheit von Rot-Grün in Deutschland" werde der Euro weicher. "Jetzt will sich niemand mehr an die Spielregeln halten", kritisierte Reichhold, der auch die Aussage von Kommissionspräsident Romano Prodi ("Der Stabilitätspakt ist dumm") als unangebracht sieht. Daher fordert die FPÖ von Brüssel "Antwort auf die offenen Fragen", wie sieht es mit der Stabilitäts- und mit der Agrarpolitik in Europa aus. Reichhold: "Der österreichischen Bevölkerung muss reiner Wein eingeschenkt werden."

Vor allem dürfe es keine höheren Nettozahlungen geben. Diese aber seien zu befürchten, weil die Beitrittskandidaten "hoch verschuldet sind", sagte der FPÖ-Obmann. (APA)

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