Stadt Salzburg führt Videoüberwachung bei Müll-Sammelstellen ein

18. Oktober 2002, 13:34
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Verstöße gegen das Abfall- Wirtschaftsgesetz sollen teuer werden

Salzburg - Die Stadt Salzburg sagt jenen Menschen, die bei den Müllsammelstellen falsch trennen oder wild deponieren, den Kampf an: Der zuständige Vzbgm. Siegfried Mitterdorfer (F) kündigte am Freitag, in einer Aussendung eine Video-Überwachung an den Sammelstellen und eine "Aktion scharf" an. Noch nicht entschieden sei, ob die Fotos ertappter Müllsünder auch veröffentlicht werden, so der Kommunalpolitiker.

Überwachung

Potenzielle schwarze Schafe werden in den kommenden Wochen darauf hingewiesen, dass die Sammelstellen mit Videokameras überwacht werden und sie ein hohes Risiko eingehen, gefilmt, ausgeforscht und bestraft zu werden. Absichtliche schwere Fehlwürfe und wildes Deponieren bei Sammelstellen müssten schon deshalb Konsequenzen haben, weil dadurch die Kosten für die Abfallbeseitigung nach oben getrieben würden und sich das direkt auf die Abfallgebühren auswirke, so Mitterdorfer. Auch in der Stadt Salzburg müsse die Masse der korrekten Mülltrenner das Fehlverhalten der schwarzen Schafe mitfinanzieren.

Nur auf gutes Zureden und den ständigen Appell an das Umweltbewusstsein zu setzen, sei daher der falsche Weg, so Mitterdorfer. Den Müllsündern müsse klar gemacht werden, dass eine versteckte Kamera auf sie lauere und dass Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Abfallwirtschaftsgesetz teuer werden können. (APA)

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