Enron-Manager bekennt sich schuldig

18. Oktober 2002, 11:09
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Energiehändler soll Märkte durch illegale Stromverkäufe manipuliert haben

San Francisco - Ein ehemaliger Energiehändler des US-Energiehandelsunternehmens Enron Corp., dem Preismanipulationen auf dem kalifornischen Energiemarkt vorgeworfen werden, hat sich vor einem Bundesgericht in San Francisco schuldig bekannt.

Nach US-Medienberichten gab Timothy Belden zu, sich an der Verabredung zu betrügerischen Handlungen beteiligt zu haben. Er erklärte sich auch bereit, der Staatsanwaltschaft bei der Aufklärung illegaler Energiegeschäfte zu helfen. Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten bis zu fünf Jahre Haft.

Der frühere Chef der Enron-Filiale in Portland (Oregon) sagte am Donnerstag (Ortszeit) vor Gericht, dass er durch seine umstrittenen Praktiken den Profit des Unternehmens maximieren wollte. Belden soll illegale Stromverkäufe getätigt und dadurch den Energiemarkt manipuliert haben.

Während der Energiekrise in Kalifornien im vorigen Jahr war es bei drastischen Preiserhöhungen zu Versorgungsengpässen und Stromabschaltungen gekommen. Der Gouverneur des Westküstenstaates hatte frühzeitig auf illegale Machenschaften der Energiekonzerne hingewiesen, während Washington damals dem Staat Kalifornien die Schuld an der Krise zuschrieb. (APA/dpa)

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