Mobile Ambulanz für Tiere Obdachloser geplant

18. Oktober 2002, 11:32
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Wenn Impfungen und Sterilisierungen unerschwinglich sind , soll geholfen werden...

Wien - Wien soll eine mobile Ambulanz für Tiere obdachloser Menschen bekommen. "Die Idee gibt es schon lange", erklärte der ehemalige Pressesprecher des Wiener Tierschutzvereins, Markus Hübl.

Fünf Teirärzte - aber noch kein Raum

Nun bestünden gute Chancen, das Projekt in Zusammenarbeit mit karitativen Organisationen auf die Beine zu stellen. Fünf junge, engagierte Tierärzte hätte er bereits für die Sache gewonnen. Was noch fehle, sei ein geeigneter Raum.

Das Tier ist oft der "letzte Halt"

Immer wieder ist man im Alltag konfrontiert mit Menschen, die ihre Wohnung verloren haben und ihr Haustier dennoch nicht aufgeben können oder wollen, stellte Hübl die Situation dar. "Für jene Menschen ist es schwierig bis unmöglich, Unterschlupf zu finden." Das Tier wegzugeben sei oft keine Lösung, da es der "letzte Halt" jener Menschen sei, teilweise ein Ersatz für menschliche Beziehungen.

Impfungen helfen Krankungen vorbeugen

Noch schlimmer werde es, wenn es zu Erkrankungen komme - die finanzielle und wirtschaftliche Situation Obdachloser mache das Überleben ihrer Schützlinge von zufälligen Hilfen abhängig. Das Risiko dafür sei hoch: Medizinische Prophylaxe wie Impfungen gegen Würmer oder Sterilisierungen kommen teuer. Dennoch sei es wesentlich, so Hübl, Probleme mit verwahrlosten Straßentieren an der Wurzel zu packen.

"Bei der mobilen Tierambulanz handelt es sich um ein humanitäres Projekt, das bewusst zwischen Tier und Mensch nicht differenziert und lediglich zur Linderung des Problems beitragen kann", erklärte der Tierschützer sein Projekt. Profis aus dem Bereich der Sozialarbeit sollen ebenso mitarbeiten wie Hilfseinrichtungen, die das nötige Know-how mitbringen.

Momentan liegt die Hürde bei der Beschaffung eines geeigneten Raums, weswegen Hübl an alle Hilfsorganisationen, Non-Governmental Organisations (NGOs) sowie ambitionierte Tierschützer appelliert, einen solchen jeweils für eine Woche zur Verfügung zu stellen. Die einzigen Voraussetzungen seien Fließwasser und eine Umgebung, die Obdachlose ohne Störung oder Gefährdung von Außen besuchen können. (APA)

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