Königin Beatrix erörtert Folgen des Regierungssturzes

18. Oktober 2002, 11:20
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Neuwahlen für Jänner 2003 erwartet

Den Haag - Königin Beatrix, das Staatsoberhaupt der Niederlande, beginnt am Montag politische Beratungen über die Folgen des Sturzes der Regierung. Sie werde dann zunächst Ministerpräsident Jan Peter Balkenende und ihre ständigen Berater sowie die Sprecher der beiden Kammern des Parlaments empfangen, teilte das Informationsamt von Hof und Regierung am Freitag mit.

Balkenende hat die Königin aus Respekt vor der Trauer über ihren am Dienstag beigesetzten Mann, Prinz Claus, noch nicht aufgesucht. Den Vorschriften der Verfassung entsprechend hat er sie lediglich schriftlich und am Telefon unterrichtet. Die Monarchin muss entscheiden, wann das Parlament aufgelöst und in welcher Form die zurückgetretenen Minister ihre Arbeit geschäftsführend fortsetzen sollen. Neue Parlamentswahlen werden für Jänner 2003 erwartet, berichteten die niederländischen Zeitungen am Freitag. (APA/dpa)

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    Der Rechtspopulist Pum Fortuyn, der Anfang Mai dieses Jahres ermordet wurde, und seine zerstrittene Partei halten die niederländische Politik noch immer in ihrem Bann. Im Dezember soll ein neues Parlament gewählt werden.

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