Junge-VP-Obfrau: "Studiengebühr hat sich nicht gelohnt"

17. Oktober 2002, 20:44
6 Postings

Silvia Fuhrmann gibt Uni-Management Schuld an Engpässen - Rektor weist Kritik zurück

Wien - Die Einführung der Studiengebühren habe sich "in der jetzigen Form" nicht gelohnt. Das stellt die Obfrau der Jungen ÖVP, Silvia Fuhrmann, im "Kurier" (Freitag-Ausgabe) fest. Ihre Begründung: Der Verwaltungsapparat der Universitäten könnte mit dem Budget, das den Hochschulen zugeteilt wird, offenbar nicht umgehen. Rektor Georg Winckler wies die Kritik zurück.

"Man muss die Schuld bei den einzelnen Unis suchen und die Rektoren in die Pflicht nehmen." Diese müssten gewährleisten, dass der Student als Kunde für seine Beiträge ein entsprechendes Angebot erhält, wird Fuhrmann zitiert.

Eindeutig für Abschaffung plädiert der Bundesobmann der VP-nahen AktionsGemeinschaft in der Hochschülerschaft (ÖH), Christoph Rohr.

Rektorenchef Winckler (Uni Wien) weist darauf hin, dass kurzfristige Umschichtungen nicht möglich seien, weil die Gelder für Sach- und Personalaufwand nicht umgewidmet werden könnten. Dies sei erst mit der Einführung von Globalbudgets ab 2004 möglich. Zudem sei es notwendig, die vom Ministerium zur Verfügung gestellten Mittel an die einzelnen Unis nach Leistungskriterien zu verteilen. (APA)

Share if you care.