Ballestern gegen den Rassismus

17. Oktober 2002, 20:00
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Zweite "FairPlay"-Aktionswoche läuft bis zum 18. Oktober

Wien - Die Bosnien-Herzogowiner kicken gegen die Jugoslawen, die Rumänen ballestern gegen die Türken - und dann treten noch die Frauen-Teams vom Österreich und Jugoslawien gegeneinander an. Die Einnahmen dieser Aktion kommen den Flutopfern in Österreich zugute - und alles zusammen dem Einsatz gegen Rassismus im Sport und überhaupt in der Stadt.

Das internationale Fußballturnier findet am Samstag, von 11 bis 20 Uhr auf dem ASKÖ-Sportplatz auf der Schmelz statt. Und ist nur eine Veranstaltung im Rahmen der dritten Aktionswoche von "Football Against Racisam in Europe (FARE), die bis 18. 10. läuft und deren Wiener "FairPlay"-Initiative am Donnerstag von den SP-Stadträtinnen Grete Laska und Renate Brauner präsentiert wurde.

Am Freitag, etwa heißt es ab 19 Uhr auf dem Wiener Sportklub-Platz beim match gegen FC Lustenau: "Zeig Homophobie die Rote Karte". Wobei der Fanclub "Freunde der Friedhofstribüne" die Initiative "Grüne andersrum" und les-bi-schwule Sportvereine eingeladen hat um zu demonstrieren, dass Homophobie am Sportplatz keinen Platz hat.

Schon bei der ersten Aktionswoche im April dieses Jahres hatten 41 Wiener Vereine der europaweiten FARE Aktionswoche mitgemacht - mehr als in jeder anderen europäischen Stadt, erinnerten Laska und Brauner. Jetzt wird diese Aktion ausgebaut, wobei neben gemeinsamen Aktionen mit Vereinen und Fanclubs die Etablierung eines eigenen Bildungsprogramms für Schüler und Jugendliche initiiert wurde. (frei, DER STANDARD Printausgabe 17.10.2002)

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