Rom will "Porno-Steuer"

17. Oktober 2002, 19:23
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Großer Beifall für Initiative der katholischen Deputierten Falsitta bei Regierung als auch Opposition

Rom will "Porno-Steuer" einführen

Rom - Die italienische Regierung will eine "Porno-Steuer" einführen. Hardcore-Filme, Pornozeitschriften und einschlägige Comics sollen um bis zu 50 Prozent höher besteuert werden. Auch für Rotlicht-Aufführungen sollen höhere Abgaben fällig werden, berichtet die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera".

Non-Profit-Organisationen unter die Arme greifen

Ein dementsprechendes Projekt ist im Haushaltsgesetz 2003 enthalten, das dieser Tage vom Parlament diskutiert wird. Die Initiative des katholischen Deputierten Emanuele Falsitta erntete sowohl in Regierungs- als auch in Oppositionskreisen großen Beifall.

"Ich denke, dass man die Pornoindustrie mit einem stärkeren Steuerdruck belasten und dafür Non-Profit-Organisationen unter die Arme greifen muss", sagte Falsitta. Von der Steuer sollen vor allem Wohltätigkeitsgruppen profitieren.

In Italien ist die Pornoindustrie ein florierendes Geschäft. 400.000 Videokassetten werden jährlich verkauft und 300 Pornofilme pro Jahr gedreht. 35.000 Web-Sites haben pornografische Inhalte. "Wir wollen mit dem Steuerdruck das Rotlicht-Geschäft bekämpfen", so Falsitta. (APA)

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