USA bekennen umfassende Spionage-Tätigkeit während des Kalten Kriegs

18. Oktober 2002, 09:00
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CIA-Dokumente erst diese Woche von der bisherigen Geheimhaltung befreit

Washington - Die USA haben während des Kalten Krieges weit mehr spioniert als bisher bekannt. Aufklärungsflugzeuge versorgten den US-Geheimdienst CIA in den 50er und 60er Jahren auch mit Luftbildern aus China, Osteuropa und dem Nahen Osten, wie aus in dieser Woche veröffentlichten Unterlagen des Nationalen Sicherheitsarchivs in Washington hervorgeht. Die Dokumente hatten bis Mittwoch einer strengen Geheimhaltung unterlegen.

Um an Informationen über das chinesische Atomwaffenprogramm zu gelangen, gab die CIA demnach auch Spionageflüge über einem Kernkraftwerk in Lanzhou in Zentralchina in Auftrag. Die Flugzeuge seien nie von der chinesischen Luftabwehr bedroht worden, heißt es in einem CIA-Bericht. Weitere Flüge hätten über dem Horn von Afrika und über dem Hafen von Assab am Roten Meer stattgefunden. Bisher waren aus dem Kalten Krieg hauptsächlich US-Aufklärungsflüge über der damaligen Sowjetunion, Kuba und Korea bekannt. (APA)

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