Oberösterreich: Bankräuber sieben Minuten nach der Tat gefasst

17. Oktober 2002, 18:57
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Pensionisten haben nicht nur das Nummernschild des Fluchtautos sichtbar gemacht sondern kamen dem Täter auch mit einem Traktor in die Quere...

Linz - Nur sieben Minuten lang konnte sich ein Bankräuber in Oberösterreich am Donnerstag über seine Beute freuen. Er wurde noch am Beginn einer Großfahndung gefasst nachdem die Überfallenen das Kennzeichen des Fluchtautos der Gendarmerie mitgeteilt hatten.

Der Täter verübte den Überfall auf eine Sparkassenfiliale in Gallspach im Bezirk Grieskirchen. Mit einer Schusswaffe bedrohte er die Angestellten und erzwang die Herausgabe von mehreren tausend Euro. Anschließend flüchtete er mit einem Auto. Den Mitarbeitern der Bank gelang es, das Nummernschild abzulesen.

Pensionisten hielten Verdächtigen auf

Einen wesentlichen Anteil an der Festnahme des Verdächtigen hatten drei Pensionisten, wie sich bei den Ermittlungen nach der Tat herausstellte. Das Trio hielt den Flüchtigen rund fünf Minuten auf.

Die drei Pensionisten - darunter ein früherer Gendarm - waren mit einem Traktor unterwegs als ihnen vor dem Geldinstitut ein Auto auffiel, dessen Kennzeichen mit einem Karton abgedeckt war. Die drei Männer entfernten es. In diesem Augenblick kam auch noch der Bankräuber aus der Bank gestürmt. Da erkannten sie, dass sie Zeugen eines Verbrechens wurden.

Die Pensionisten versuchten den Flüchtenden festzuhalten. Der wehrte sich mit einem Pfefferspray, die drei mussten von ihm ablassen. Aber sie blockierten mit dem Traktor seinen Wagen. Wenige Minuten später wurde der 27-Jährige von der Gendarmerie gefasst. (APA)

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