Forscher nehmen Potenzial einer Vitamin-A-Schutz-Creme unter die Lupe

17. Oktober 2002, 16:26
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Tazarotene für Prävention des Basalzellkarzinoms der Haut geeignet

Boston - Die Anwendung des topischen Retinoids Tazarotene, ein Vitamin-A-Derivat, ist zur Prävention des Basalzellkarzinoms der Haut geeignet. Die schützende Wirkung kommt vor allem Personen mit Veranlagung zu dieser Krankheit zugute. Dem Potenzial einer Vitamin-A-Schutz-Creme widmeten sich Wissenschaftler auf dem Jahrestreffen "Frontiers in Cancer Prevention Research" der American Association for Cancer Research (AACR). Tazarotene ist derzeit für die Behandlung von Akne und Psoriasis auf dem Markt.

Forscher der University of California School of Medicine, San Francisco, untersuchten, ob eine topische Behandlung mit diesem Retinoid die Entwicklung des Basalzellkarzinoms bei prädisponierten Mäusen verhindern kann. Die Mäuse wurden mit UV-Licht bestrahlt. Im Vergleich zu Mäusen, die einen Placebo erhielten, konnte bei mit Tararotene behandelten Tieren sowohl Tumorzahl als auch -größe um 85 Prozent gebremst werden.

"Oral verabreichte Retinoide können Tumore bei Hautkrebs-Patienten schrumpfen. Für gewöhnlich sind diese aber über einen langen Zeitraum nicht gut verträglich", erklärte Studienleiter Ervin Epstein. Neuere topische Retinoide wie Tazarotene könnten eine sichere Alternative zur Prävention bei Risiko-Patienten darstellen. Basalzellkarzinome, die bei Menschen am häufigsten bösartigen Tumore, treten typischerweise in Gebieten mit hoher Sonneneinstrahlung auf. Das Karzinom wächst für gewöhnlich langsam und metastasiert selten. Die Prognosen sind bei geeigneter Therapie sehr gut. (pte)

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