WWF meldet vorsichtig Positives von den Berggorillas

19. Oktober 2002, 18:11
2 Postings

Zahl der Tiere hat sich leicht erhöht - liegt aber immer noch unter 700

Frankfurt/Main - Die Zahl der stark vom Aussterben bedrohten Berggorillas steigt nach Zahlen der Umweltstiftung WWF wieder leicht an. Genau 100 Jahre nach der Entdeckung durch den Deutschen Robert von Beringe lebten in ostafrikanischen Bergwäldern 674 Tiere, teilte der World Wide Fund for Nature (WWF) am Donnerstag in Frankfurt am Main mit. 1996 habe es nur 620 Berggorillas gegeben.

Dies bedeute allerdings keine Entwarnung: Die früher als "wilde Bestien" gefürchteten Vegetarier habe der Mensch durch Jagd und Zerstörung ihres Lebensraumes an den Rand der Ausrottung gebracht.

"Landhunger führt dazu, dass das Revier der Gorillas gnadenlos zerstückelt wird", sagte der Leiter des afrikanischen WWF-Programmes Peter Stephenson. Zudem würden die Affen als "Buschfleisch" von Waldarbeitern und Bürgerkriegsmilizen gejagt. Wildhüter versuchten mittlerweile, die verbliebenen Berggorillas (Gorilla beringei) zu schützen. Naturverträgliche Touristenführungen in die Bergwälder spülten Geld in die Kassen, das auch den Einheimischen zugute kommt. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.