Kleinparteien kämpfen um die letzten Stimmen

17. Oktober 2002, 16:23
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Bisher nur KPÖ bundesweit fix - LIF sagt "heute gar nichts"

Wien - Für die Kleinparteien hat der Endspurt beim Sammeln der Unterschriften begonnen. Zeit haben sie noch bis Freitag 17.00 Uhr, die Landeslisten samt Unterstützungserklärungen bei der jeweiligen Landeswahlbehörde abzugeben. Eine bundesweite Kandidatur konnte bisher nur die KPÖ verkünden. Die Demokraten von Rudolf Fußi werden fix in Wien antreten, in anderen Bundesländern wird bis zuletzt noch fleißig gesammelt. Geheimnisvoll gab man sich beim Liberalen Forum bezüglich der bisher gesammelten Unterschriften. "Ich sage heute gar nichts", teilte Bundessprecher Alexander Zach mit.

Schlechte Aussichten für die Demokraten in Tirol

Ein bundesweites Antreten dürfte sich für Fußi nicht mehr ausgehen. In sechs Bundesländern würde zwar nur noch zwischen 30 und 50 Unterschriften fehlen, teilte der Initiator des Abfangjäger-Volksbegehrens mit. Ganz schlecht sehe es allerdings in Tirol aus. Man habe ein "irrsinniges Problem" mit der Post. Derzeit erwarte man per Post noch Pakete mit bis zu 200 Unterschriften aus den Bundesländern.

Das Liberale Forum hatte vor fünf Tagen von rund 1.700 Unterschriften berichtet, am Donnerstag wollte Zach nichts mehr dazu sagen. "Wir arbeiten und sind gutes Mutes", war das Einzige was er sich entlocken ließ.

SLP tritt in Wien an

In Wien wird noch die Sozialistische Linkspartei (SLP) antreten. Man habe die 500 nötigen Unterschriften schon beisammen, wurde am Donnerstag mitgeteilt. In Vorarlberg geht überdies die Christliche Wählergemeinschaft an den Start, 130 Unterschriften sind bereits gesammelt. In keinem Bundesland geschafft hat es dagegen Gabriele Wladyka von der Liste LEO, der Liste der EU-Opposition. In Niederösterreich habe man nur 400 statt der nötigen 500 Unterschriften gesammelt.

2600 Unterschriften für bundesweite Kandidatur notwendig

Für ein Antreten in allen Bundesländern braucht man insgesamt 2.600 Unterschriften. Fixiert ist zudem die geforderte regionale Aufteilung: In den größten Bundesländern Wien und Niederösterreich müssen je 500 Wahlberechtigte das Antreten unterstützen, in Oberösterreich und der Steiermark je 400. Für Salzburg, Tirol und Kärnten liegt die Zahl bei 200, für das Burgenland und Vorarlberg bei 100. Leichter haben es die bereits im Nationalrat vertretenen Parteien: Die Unterschrift von drei Abgeordneten ersetzt die der 2.600 Wahlberechtigten. (APA)

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