Barbie mit Fettdepots

17. Oktober 2002, 16:40
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Typischer Style bleibt dennoch erhalten: Top-Model Emme als Vorlage für Puppe in Supersize

New York - Kürzlich wurde in New York eine neue Barbie-Puppe, seit 1959 eines der gängisten "Spielzeuge" für Mädchen, vorgestellt, die aber eines gar nicht sein will: Begriffen als mögliche Mitverursacherin von Ess-Störungen.

Das nämlich wird der handelsüblichen Mattell-Barbie immer wieder vorgeworfen. In 150 Ländern verkaufte das Unternehmen bisher mehr als eine Milliarde Puppen - trotz vielfacher Kritik vor allem von Feministinnen, die perfekte Figur treibe junge Mädchen in die Magersucht. Im Zuge der Emanzipation durfte Barbie auch als Ärztin oder Astronautin in Erscheinung treten. Als überaus schlanke.

Mit diesem Konzept hat Robert Tonner, der Designer der neuen Puppe gebrochen: Seine "Emme" ist mollig. Er legt Wert darauf, dass die Maße der Puppe nichts Außergewöhnliches sind. Vor allem im Vergleich zur Barbie seien sie völlig normal, so Tonner bei der Präsentation, der auch die lebende Vorlage für "Emme" beiwohnte. Die ist im echten Leben Top-Model in Supersize. Trägt Kleidergrösse 44, aber die nicht weniger apart als ihre Kolleginnen. Und noch etwas hat sich nicht verändert: Barbies haben blond zu sein. (red)

  • Das Model/die Vorlage und die Puppe "Emme"
    foto: emmedoll
    Das Model/die Vorlage und die Puppe "Emme"
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