Pixelpark kommt nicht aus der Krise

17. Oktober 2002, 14:55
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Weiterer Stellenabbau

Der angeschlagene Internet-Dienstleister Pixelpark baut wegen drastischer Umsatz- und Ertragseinbußen in Deutschland weitere Stellen ab. Genaue Angaben zum geplanten Arbeitsplatzabbau wollte der einstige Branchenprimus am Donnerstag nicht machen. Auch beim Betriebsrat war keine Stellungnahme zu erhalten.

Bereits Ende Juni hatte Pixelpark weitere Stellenstreichungen nicht ausgeschlossen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren nach Standortschließungen weniger als 600 Mitarbeiter beschäftigt.

Nach vorläufigen Zahlen erwartet der Berliner Pixelpark-Konzern im dritten Quartal 2002 einen deutlichen Umsatzrückgang von etwa 30 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal. Dieser werde das operative Ergebnis deutlich belasten, teilte Pixelpark weiter mit, ohne dies näher zu beziffern. "Ursache hierfür ist im Wesentlichen die weiterhin anhaltend schwierige Marktsituation", hieß es. Für das 4. Quartal sei auf Grund der andauernden Investitionszurückhaltung keine kurzfristige Markterholung in Sicht. Der Personalabbau zur Anpassung der Kapazitäten werde im 4. Quartal umgesetzt.

An der Börse legte die Bertelsmann-Tochter eine Berg- und Talfahrt hin. Zunächst stieg der Kurs teils um 28 Prozent, sackte dann aber wieder ins Minus. Am frühen Nachmittag bewegten sich Pixelpark am Neuen Markt dann mit mehr als 13 Prozent im Plus bei 1,42 Euro.

Der seit langem mit hohen Verlusten kämpfende Internet- Dienstleister war bereits im August von seien Gewinnzielen abgerückt. Pixelpark hatte seinerzeit mitgeteilt, dass die für das 4. Quartal 2002 angestrebte Profitabilität wahrscheinlich nicht erreicht werde. 2001 hatte Pixelpark einen Rekordverlust von 86 Mill. Euro ausgewiesen bei einem Umsatz von 81,3 Mill. Euro. Nach misslungenen Zukäufen und Rückschlägen im Ausland konzentriert sich das Unternehmen wieder auf das Kerngeschäft.  (APA/dpa)

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