Wirtschaftsanreize für Irak-Resolution

18. Oktober 2002, 09:35
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US-Zusicherungen an Franzosen, Russen und Chinesen

New York - Die US-Regierung nach Darstellung der "New York Times" stark bemüht, Frankreich, Russland und China auch durch wirtschaftliche Argumente für eine harte Irak-Resolution zu gewinnen. Die seit Wochen anhaltende Weigerung dieser Länder, im UNO-Sicherheitsrat einen Militärschlag zu billigen, habe Washington "zunehmend enttäuscht", berichtete das Blatt am Donnerstag unter Berufung auf Regierungsbeamte. Zudem gingen US-Militärexperten davon aus, dass eine Invasion möglichst noch in diesem Winter erfolgen sollte.

Die Bush-Regierung habe inzwischen den Russen und Franzosen versichert, dass sie bei einem Sturz von Staatschef Saddam Hussein keine wirtschaftlichen Nachteile befürchten müssten. Die Zeitung nennt vor allem die Interessen der französischen und russischen Ölindustrie. Paris, das sich derzeit am heftigsten gegen eine Angriffsresolution sträube, habe Verträge mit dem Irak abgeschlossen und strebe danach, eine Hauptrolle beim irakischen Erdölexport zu spielen. Auch Moskau sei versichert worden, dass die USA Russlands wirtschaftliche Interessen im Irak respektieren würden.(APA/dpa)

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