"Frau-Sein macht Spaß!"

20. Oktober 2002, 12:00
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Das Schaffen von Frauen steht im Mittelpunkt des Liechtensteinischen Frauenkongresses

Vaduz/Wien - „Frauen schaffen – Frauen Schaffen“ ... ein Tag im Hinblick auf Realitäten, Seitenblicke und Höhenflüge. Das ist zentrales Thema des zweiten Liechtensteinischen Frauenkongresses am 26. Oktober in der Fachhochschule Liechtenstein. Neben Workshops werden Fachfrauen zu verschiedenen Themen referieren, zum Beispiel zu Erfolgsformeln, neuen Lebensmustern von Frauen und der Arbeits- und Rollenteilung zwischen Frauen und Männern. Organisiert wird der Kongress vom Frauennetz Liechtenstein, in dem sich zahlreiche Frauenorganisationen zusammen geschlossen haben.

"Frau-Sein macht Spaß! Am Kongress wird es nicht nur viel zu hören und zu diskutieren, sondern bestimmt auch viel zu lachen geben", freut sich jetzt schon Katja Gey-Ritter, die als Delegierte der Frauenunion im Frauennetz Liechtenstein mitarbeitet. "Alle Frauen tragen mit ihrer Arbeit zu unserer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung bei. Der Frauenkongress wird Möglichkeiten bieten, dass Frauen ihre eigenen Stärken und Potentiale erkennen und lernen, sie auch einzusetzen. Der Kongress soll Frauen informieren, aber vor allem auch bestehende Rollenbilder bewusst machen und Impulse geben, wie diese überwunden werden können. Ein wichtiger Punkt ist die Solidarität. Was verbindet uns Frauen und was für gemeinsame Interessen haben wir? Gerade im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf scheint es manchmal, dass sich die Interessen von Frauen mit unterschiedlichen Lebensmustern überhaupt nicht decken. Darum hoffe ich, dass am Kongress das gegenseitige Verständnis und die Solidarität von Frauen untereinander gestärkt wird. Denn nur gemeinsam können wir unsere Interessen durchsetzen."

Frauennetz Liechtenstein

Privates Engagement war schon seit jeher eine wichtige Triebfeder in der Gleichstellungspolitik Liechtensteins. Seit der 1971 gegründeten «Arbeitsgruppe für die Frau» – die als Reaktion auf die Ablehnung des Frauenstimmrechtes ins Leben gerufen wurde, ist eine Vielfalt von Organisationen und Vereinen mit der Gleichstellung von Mann und Frau beschäftigt. Als dann im Mai 1996 das Gleichstellungsbüro der Regierung seine Tore öffnete, gehörte es zu seinem Pflichtenheft, Vertreterinnen der verschiedenen Organisationen zu gemeinsamen Treffen und Projekten einzuladen. Das wohl größte Gemeinschaftsprojekt war der 1. Frauenkongress im Juni 1999.

"Meiner Meinung und Erfahrung nach ist das Frauennetz eine sehr gute Vernetzung, da gemeinsam Themen bearbeitet werden und dadurch auf der einen Seite das Know How vieler Frauen und Organisationen genutzt werden kann", erklärt Daniela Meier-Wille, Geschäftsstellenleiterin des Vereins der Kindertagesstätten Liechtensteins (KITA), zu den Vorzügen der Vernetzung. "Auf der anderen Seite werden durch Abstimmungen Doppelspurigkeiten vermieden. Auf den diesjährigen Frauenkongress freue ich mich speziell, da es ein Tag zum Hinhören und Geniessen wird", so Meier-Wille. (red)

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