"Gedaenken" – junge Gedanken zum Gedenken

17. Oktober 2002, 13:51
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Zum Mitmachen: E-Mail-Art-Projekt zu Frauen im KZ Ravensbrück

Wien - Das Frauen-KZ Ravensbrück gehörte zu den schrecklichsten Stätten des Grauens während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft: Über 130.000 Frauen und 20.000 Männer wurden in dieses Konzentrationslager deportiert, viele überlebten die Befreiung am 30. April 1945 nicht. Zeitzeuginnen, die das Grauen des KZ Ravensbrück überstanden haben, berichten am 10. November im Rahmen der "Kristallnacht-Matinee" über ihre furchtbaren Erfahrungen. In diesem Zusammenhang steht dieses Jahr erneut das E-Mail-Art-Projekt "Gedaenken": Wie haben Frauen die Verfolgung in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft erlebt?

Zur Auseinandersetzung mit diesem Gedanken animiert das E-Mail-Kunstprojekt "Gedaenken", das von der Theatergruppe "B-project" von 4. bis 10. November 2002 realisiert wird. Junge Leute im Alter zwischen 13 und 25 Jahren sind eingeladen, daran teilzunehmen, indem sie ihre Meinung zum Thema "Frauen in Ravensbrück" mailen. 14 ausgewählte Statements – jeweils zwei pro Tag - werden über "Infoscreen" in der Wiener U-Bahn in die "Gesellschaft zurückgespiegelt".

Konnex zwischen virtuellem und realem Raum

"Dieses Projekt soll im Netz generierten Content auch für nicht Netzbenutzer zugänglich machen – es wird ein Konnex zwischen virtuellem und realem Raum hergestellt. Der eigentliche Inhalt tritt in den Vordergrund und kann losgelöst von seinem technologischen Umfeld rezipiert werden", erklärt die Initiatorin des Projekts Marion Breitschopf.

"Gedaenken" steht in Zusammenhang mit der bereits zum 10. Mal stattfindenden Matinee "Kristallnacht – Zeitzeugen berichten", die am 10. November 2002 um 11 Uhr im Wiener Volkstheater stattfinden wird. Regisseur Gerald Buchas und sein "B-project" stellen dieses Mal "Frauen in Ravensbrück" und damit Zeitzeuginnen, die über die Grauen in diesem Frauen-KZ berichten, in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Als Moderator fungiert wieder Hans-Henning Scharsach. Der Oberkantor der jüdischen Gemeinde in Wien, Shmuel Barzilai, wird zum Abschluss ein jüdisches Totengebet singen. (red)

"Gedaenken" – junge Gedanken zum Gedenken
Schickt Eure Gedanken zum Thema "Frauen in Ravensbrück" an: mail@b-project.com. Bitte Name und Alter angeben.

"Frauen in Ravensbrück"
Gedenkveranstaltung im Rahmen von "Kristallnacht – Zeitzeugen berichten".
Volkstheater, Wien, 10. November 2002, 11 Uhr
Karten unter Tel. 01 - 524 72 63 oder 524 72 64

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