"News" veröffentlicht "quellenlose Gerüchte"

17. Oktober 2002, 12:44
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Will STANDARD "in schlechtes Licht setzen"

Die Info-Illustrierte News schießt sich neuerlich auf den STANDARD ein und schreibt ihm für 2001 Verluste von drei Millionen Euro zu. Tatsächlich waren es laut STANDARD-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann zwei Millionen Euro, "wie unserer Bilanz im Firmenbuch seit September zu entnehmen ist".

"Unverständlich" nennt Bergmann, dass die News-Gruppe wiederholt die wirtschaftliche Lage des STANDARD "durch quellenlose Gerüchte in negatives Licht setzt". DER STANDARD habe Anfragen jeweils korrekt beantwortet. Angesichts der hinterlegten Bilanzen bedürfe es keiner Spekulationen. "Wenn man uns nicht glaubt, würde einfache Recherche helfen, die Dinge richtig darzustellen."

Aufgrund der schlechten Prognosen für das vierte Quartal wird es laut Bergmann heuer nicht wie erhofft gelingen, den Verlust gegenüber 2001 abzusenken. Er rechne 2002 neuerlich mit einem Minus von zwei Millionen Euro. Aufgrund der Reorganisationsmaßnahmen erwarte er aber für 2003 wieder schwarze Zahlen "auch wenn sich die Konjunkturlage nicht erholt".

Direkte Mitbewerber können das Konjunkturtief mit Presseförderung abfedern: Die Presse erhielt davon heuer 2,463 Millionen Euro; DER STANDARD 273.000 - exakt soviel wie etwa die den Markt dominierende Krone. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 17.10.2002)

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