Wiener Beamter ließ sich mehrfach "schmieren"

17. Oktober 2002, 13:22
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Im Amtsmissbrauch-Verfahren bekam der OK-Fahnder 15 Monate bedingt

Wien - Im Wiener Straflandesgericht wird am Donnerstag, der Prozess gegen Wolfgang G. abgeschlossen. Dem auf Organisierte Kriminalität spezialisierten, inzwischen suspendierten Beamten des Wiener Sicherheitsbüros wird Missbrauch der Amtsgewalt angekreidet. Er soll sich von einem mutmaßlichen türkischen Drogen-Paten bestechen haben lassen und ihn im Gegenzug begünstigt haben. Darüber hinaus soll der Polizist Aufenthaltsbewilligungen verkauft haben.

Die Anklage wirft dem Beamten vor, Ermittlungen im Umfeld des Drogenhändlers unterlassen, dafür aber für diesen Recherchen durchgeführt haben. Als sich im November 2000 ein verdeckter Fahnder nach Istanbul begab, um dort gegen den Verdächtigen vorzugehen, soll G. seinen Kollegen "verraten" haben.

Wolfgang G. hatte in seinem Strafverfahren die Entgegennahme von Bestechungsgeldern immer bestritten. (APA)

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