"Weibsbilder" im Theater

17. Oktober 2002, 11:45
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  • 20. 10.

    Lotte aus Remscheid

    Lebensanläufe sind ihr mehrfach misslungen: eine Ehe, zwei Berufe. Alles hin, und auf Bibelsprüche ist schon gar kein Verlass. Botho Strauß ließ am Beispiel Lottes vor mehr als zwanzig Jahren (UA 1978) das Individuum an der Masse scheitern. Im Stationendrama "Groß und klein" entwarf er das Psychogramm einer vereinsamten Frau. Andrea Eckert spielt die Gebrochene in der Regie Frank Arnolds am Volkstheater.
    Volkstheater, 7., Neustiftgasse 1, (01) 523 35 01-0. 19.30

  • 21. 10.

    Letzter Sommer

    Véronique Olmi wird in den deutschen Feuilletons derzeit hoch gehandelt. Der Roman "Meeresrand" macht die französische Autorin gerade berühmt. Ihr neues Stück "Letzter Sommer" wird vom Theater Drachengasse - im Rahmen einer Aufführungsreihe französischer Stücke - gezeigt. Das Familiendrama um den drohenden Tod des Vaters platziert sie im hauseigenen Garten (Olmi liebt Tschechow). Günther Treptow inszeniert. Die Autorin ist auch als Leserin live zu Gast (22. 10.).
    Theater Drachengasse, 1., Fleischmarkt 33, (01) 512 13 54. 20.00

  • 22. 10.

    Weibsbilder

    Wieder ein Klassiker, der eine Saison im bis dahin nagelneu renovierten Schauspielhaus eröffnet. Wie gehabt: Barrie Kosky inszeniert, Susanne Wolf erstellt die Fassung und macht Dramaturgie, Melitta Jurisic spielt die Titelrolle. Shakespeares "Macbeth" gerät unter den wie gewohnt geheimniskrämerisch werkenden Hände Koskys zu einem reinen Frauenstück. Die Spannung steigt.
    Schauspielhaus, 9., Porzellangasse 19, Karten und Info: (01) 317 01 01. 20.00 (DER STANDARD, Printausgabe, 17. Oktober 2002)
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