Die Zeit der bewegten Männer ist vorbei

21. Oktober 2002, 17:18
posten

Klappe auf für Margarethe von Trotta neues Filmprojekt über eine New Yorker Jüdin - mit Maria Schrader und Katja Riemann

Hamburg - Filmregisseurin Margarethe von Trotta und Schauspielerin Katja Riemann haben am Mittwoch in Hamburg ihr neues Projekt "Rosenstraße" vorgestellt. Der Film handelt von der jungen New Yorker Jüdin Hannah (gespielt von Maria Schrader), die das Schicksal ihrer Familie im nationalsozialistischen Deutschland erforscht. Dabei stößt sie auf die Spur der heute 90-jährigen Lena, die 1943 Hannahs Mutter - damals noch ein Kind - das Leben gerettet hat.

"Mitte der neunziger Jahre war die Zeit der bewegten Männer, der Komödien. Es war gar nicht möglich, einen solchen Film zu drehen", sagte von Trotta. Sie habe sich bereits einige Jahre mit dem Stoff beschäftigt, doch erst jetzt sei es möglich geworden, die Finanzierung des Projektes zu sichern.

Der Titel "Rosenstraße" leitet sich von der Straße ab, in der Hannahs Mutter Ruth 1943 in einen Aufstand hunderter Frauen gegen die Deportation ihrer jüdischen Ehemänner gerät und von Lena gerettet wird. Neben New York und Berlin sind Hamburg und München Drehorte. Die männlichen Hauptdarsteller sind Jürgen Vogel und Martin Feifel. Im kommenden Jahr soll der Film in den Kinos anlaufen. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
    Margarethe von Trotta, bekannt als Regisseurin von Filmen wie "Das zweite Erwachen der Christa Klages" (1977), "Die bleierne Zeit" (1981) oder "Rosa Luxemburg" (1986).
Share if you care.