Auch Umweltschützer warnen vor Wasser-Krise

16. Oktober 2002, 20:26
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Weltweite Nahrungsmittelversorgung bedroht

Washington - US-Umweltschützer warnen vor einer bevorstehenden weltweiten Wasser-Krise. Sie könnte die weltweite Nahrungsmittelversorgung bedrohen, die Umwelt schädigen und gravierende Gesundheitsrisiken mit sich bringen. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der Internationalen Institutes für Ernährungspolitik und Wassermanagement. Sie rechnet mit einem 50-prozentigen Anstieg des weltweiten Wasserverbrauchs in den nächsten 20 Jahren.

"Wenn wir nicht umdenken, werden wir schon bald nicht genug Wasser für unsere Städte und Haushalte zur Verfügung haben", sagte Mark Rosegrant, einer der Verfasser des Berichts, in Washington. "Wasser ist nicht wie Öl. Für Wasser gibt es keinen Ersatz." Der Landwirtschaft sagen die Autoren bis 2025 einen durch Wasserknappheit bedingten Verlust von 350 Millionen Tonnen Nahrungsmitteln im Jahr voraus - mehr als die gesamte aktuelle Getreideernte in den USA.

Umfangreiche Investitionen der Regierungen in einen verantwortlichen Umgang mit dem Wasser seien deshalb dringend geboten. So müssten etwa moderne Bewässerungstechnologien im Ackerbau konsequent in die Praxis umgesetzt werden. Auch höhere Wasserpreise dürften in den westlichen Industrieländern kein Tabu mehr sein. Vom Wassermangel besonders betroffen seien die Menschen in den Entwicklungsländern. Hunderten Millionen fehle dort der Zugang zu sauberem Wasser. Dies sei die Hauptursache für Krankheiten und Kindersterblichkeit. (APA/dpa)

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