US-Bürgerin muss wegen Spionage für Kuba 25 Jahre ins Gefängnis

16. Oktober 2002, 19:44
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Lieferte zwischen 1985 und 2001 Informationen an Regierung von Fidel Castro

Washington - Eine US-Bürgerin ist wegen Spionage für Kuba zu einer 25-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Dieses Strafmaß verkündete ein Bundesrichter am Mittwoch in Washington. Die 45-jährige Ana Belen Montes war Mitarbeiterin des US-Militärgeheimdienstes DIA. Im März hatte sie gestanden, zwischen 1985 und 2001 Informationen an die kommunistische Regierung von Fidel Castro geliefert zu haben. Sie soll unter anderem den Namen eines US-Agenten in Kuba sowie die Details von US-Marinemanövern verraten haben.

Im Gegenzug für ihr Geständnis hatte die Angeklagte von der Staatsanwaltschaft damals in Aussicht gestellt bekommen, dass ihre Haftstrafe nicht über 25 Jahre hinausgehen sollte. Belen Montes ist puertoricanischer Abstammung und wurde auf einer US-Militärbasis in Nürnberg geboren. Sie wurde im September vergangenen Jahres in den DIA-Büros auf der Luftwaffenbasis Bolling südlich von Washington festgenommen. Nach Angaben ihres Anwalts handelte sie nicht aus Geldgier, sondern weil sie sich von ihrer politischen Gesinnung her mit Kuba identifizierte. Für ihre Spionagedienste habe sie von der kubanischen Regierung lediglich einige Reisekosten erstattet bekommen. (APA/AFP)

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