US-Todesschütze wird "aggressiver"

17. Oktober 2002, 10:21
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Täter geht traut sich immer weiter an seine Opfer heran - FBI-Mitarbeiterin wurde aus nur 30 bis 40 Meter Entfernung erschossen

Washington - Der US-Todesschütze, der im Großraum Washington in den vergangenen zwei Wochen neun Menschen erschossen und zwei weitere durch Schüsse verletzt hat wird nach Ansicht von Experten "aggressiver". Das jüngste Opfer, eine am Montagabend ermordete FBI-Mitarbeiterin, war am Parkplatz vor einem Einkaufszentrum offenbar aus der Nähe erschossen worden. Die Entfernung des Schützen zum Opfer betrug nach Schätzungen nur etwa 30 bis 40 Meter. Bisher waren die Opfer aus wesentlich größerer Entfernung getötet worden.

Da der Mann nicht aus einem Hinterhalt schoss konnten mehrere Augenzeugen die Tat genauer beobachten. Vom Täter soll es auch bereits Personenbeschreibungen geben, die von der Polizei aber bisher nicht veröffentlicht wurden. Lediglich das mutmaßliche Fluchtauto, ein weißer Kleinlastwagen, wurde in der Öffentlichkeit genau beschrieben.

Der ehemalige FBI-Profiler Robert Ressler sieht eine "suizidale Tendenz" beim Heckenschützen. Der Serienmörder wolle offenbar eine "Mission" erfüllen, die er sich selbst auferlegt habe. Er befürchte eine blutige Konfrontation, wenn der Schütze von der Polizei gestellt werde, sagte Ressler gegenüber CNN. (APA)

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