"Hat seine politische Unschuld verloren"

16. Oktober 2002, 16:50
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Wirbel um Kandidatur des SP-Volksanwalts Kostelka auf Bundesliste - Scharfe Kritik von VP-Kollegin Bauer

Wien - "Fassungslos" ist die von der ÖVP nominierte Volksanwältin Rosemarie Bauer über die Kandidatur ihres SPÖ-Kollegen Peter Kostelka für die Nationalratswahl. Ob Kostelka nun mit Platz 21 der Bundesliste auf einem wählbaren oder unwählbaren Platz sei, ist für Bauer nicht wichtig. "Wenn einer auf einer Kandidatenliste steht, hat er seine politische Unschuld verloren", sagte Bauer am Mittwochnachmittag.

Mit Kostelka und dem FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler gebe es jetzt "zwei parteipolitische Volksanwälte". Sie sei nun die einzige "parteiunpolitische Volksanwältin". Bauer verwies auf eine gemeinsame Erklärung mit Kostelka vom 10. Juli 2002, in der sie rund um die Auseinandersetzung mit Stadler und dessen Geschichtsbild erklärt hatten, dass es für die Arbeit eines Volksanwaltes abträglich sei, in den politischen Wettstreit einzutreten. Nun sei sie die einzige, die noch zu dieser Erklärung stehe.

Eine Rücktrittsaufforderung an Kostelka als Volksanwalt wollte Bauer aber nicht äußern. "Er muss selber wissen, was er tut." Auch an der Zusammenarbeit zwischen den Volksanwälten werde sich nichts ändern. (APA)

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    Volksanwalt und Kandidat auf SP-Bundesliste: Peter Kostelka

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