European Homecare bisher nur in Deutschland tätig

16. Oktober 2002, 14:34
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Österreich ist somit das erste Probefeld außerhalb der Landesgrenzen

Wien - Die Organisation "European Homecare", die im Auftrag des Innenministeriums als "international anerkannter und renommierter Partner" künftig die Rückkehrberatung von Asylwerbern abwickeln soll, war bisher nur in Deutschland tätig. Kontakte gebe es außer nach Österreich sonst noch mit der spanischen Regierung, erklärte eine Unternehmenssprecherin Mittwoch Nachmittag. Die ersten Mitarbeiter von "European Homecare" dürften ab Mitte kommender Woche in Traiskirchen eintreffen, wo das Betreuungszentrum eingerichtet werden soll. Mit der eigentlichen Arbeit könne in etwa zwei Wochen begonnen werden.

Das "private Dienstleistungsunternehmen" - es hat 16 Häuser in Deutschland - hat sich nach eigenen Angaben seit vielen Jahren einer "umfassenden" Betreuung des Asyl- und Flüchtlingswesens verschrieben. Geboten werden unter anderem Unterbringungs- und Beratungsmöglichkeiten, wird von Unternehmensseite betont. Als Modellprojekt nennt "European Homecare" eine Erstaufnahme-Station für Flüchtlinge in Chemnitz, in der 750 Menschen umfassend betreut werden könnten. In Zusammenarbeit mit den Behörden würden alle anfallenden Aufgaben getätigt.

In Essen ansässig

Generell ist es das Prinzip des in Essen ansässigen Unternehmens, als Dienstleister für die öffentliche Hand in Erscheinung zu treten. Dementsprechend gehören zu den Kunden in erster Linie Kommunen, Städte und Gemeinden. Erledigt wird alles, was im Zusammenhang mit dem Flüchtlingswesen anfällt. Die Bereitstellung von Wohnraum (durch Anmietungen) und die Versorgung von Flüchtlingen mit Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln fällt ebenso darunter wie Beratungstätigkeiten.

Nähere Informationen will "European Homecare" erst in den kommenden Tagen zur Verfügung stellen. (APA)

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