Neue Generation von E-Mail Werbemüll

16. Oktober 2002, 14:35
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Millionen Computer ungeschützt – relativ unbekannte Windows-Funktion wird genützt

Wie das Magazin Wired berichtet, lässt eine neue Generation von Spam mail bzw. Pop Ups Windows UserInnen verzweifeln.

Die "Messenger spams" kommen nicht als Mail oder HTML-Inhalt auf den Rechner, sie werden über den Messenger Service in Microsoft Windows verschickt.

Ursprünglich nur für System-Administratoren

Dabei handelt es sich um einen Anwendung, die eigentlich für Nachrichten der System-Administratoren gedacht war. Die Nachrichten werden dabei über NetBIOS (über TCP/IP) übertragen, das Service ist bei Windows 2000, NT und XP in der Werkseinstellung aktiviert.

Käufliche Universitätsdiplome

Die James Madison University wurde bereits Opfer einer ersten Spam Attacke. Auf den Uni-Computern erschienen plötzlich Pop Ups, in denen käufliche Universitätsdiplome angeboten wurden.

Werbesoftware

Verursacher des neuen Werbemülls dürfte die Firma DirectAdvertiser.com sein. Sie vertreibt für 700 Dollar eine Software die 5.000 Pop-Ups pro Stunde produziert und auf diese Art und Weise verschickt. Die Software wurde vor zwei Monaten auf den Markt gebracht und bereits 200 Mal verkauft, berichtet Wired.

Lawrence Baldwin, Sicherheitsfachmann bei myNetWatchman, befürchtet, dass Millionen Windows Computer vollkommen ungeschützt gegenüber Werbeangriffen dieser Art sind.

Schutz

Wer sich vor dem neuen Spam schützen möchte, sollte das Windows Messenger Service deaktivieren und die Firewall richtig konfigurieren. Im Gegensatz zu Mails oder anderen Messange Funktionen scheinen die neuen Werbemails den Port 135 zu verwenden.

IT-Sicherheitsexperten fürchten, dass es nicht nur bei Spam Mail bleiben wird. In Zukunft könnten auch Viren und andere Maleware diesen neuen "Vertriebsweg" benützen. (red)

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