Ecclestone im Clinch mit Ferrari

17. Oktober 2002, 18:02
7 Postings

Der Formel-1-Zampano reagiert mit Entrüstung auf Montezemolos Forderung nach mehr Geld: "Schumi verdient zu viel"

Mailand - Die Spannungen zwischen dem Formel 1-Boss Bernie Ecclestone und Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo nehmen kein Ende. Nachdem der Präsident des italienischen Rennstalls mehr Geld für die Teams verlangt hat, reagierte Ecclestone verärgert. "Wie kann Ferrari Michael Schumacher so gut bezahlen, wenn das Team so wenig verdient?", fragte Ecclestone im Interview mit der "Gazzetta dello Sport".

Auf Montezemolos Vorwurf, die Teams würden nur einen minimalen Teil der TV-Übertragungsrechte kassieren, antwortete der Formel 1-Boss: "Die Rennställe bekommen das, was im Concord Agreement steht. Diesen Pakt haben sie selber unterzeichnet. Sie kassieren 47 Prozent der TV-Übertragungsrechte ohne zusätzliche Ausgaben. Wenn sie 100 Prozent der Übertragungsrechte und dabei auch die Kosten übernehmen wollen, bis ich gern bereit, ihnen alles zu überlassen. Man muss hinzufügen, dass Ferrari bei den TV-Übertragungsrechten mehr als alle anderen Rennställe kassiert", sagte Ecclestone.

"Ich erpresse niemanden. Das Concord Agreement wurde 1996 unterzeichnet. Auch Ferrari unterschrieb (...) Jedenfalls läuft der Pakt 2008 ab. Dann wird Montezemolo die Punkte neu verhandeln können, die ihm nicht passen", meinte Ecclestone. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Kampf der Giganten: Formel 1-Boss Bernie Ecclestone (li) und Ferrari-Chef Luca di Montezemolo

Share if you care.