Mieten zogen an, Urlaube wurden billiger

16. Oktober 2002, 12:00
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Teure Bekleidungsartikel und gestiegene Energiekosten setzten Verbraucherpreisindex

Wien - Die Verteuerung der Wohnungsmieten um 0,9 Prozent im Monatsabstand hat im September den Verbraucherpreisindex (VPI) in Österreich mit einem Einflussfaktor von +0,04 Prozentpunkten am stärksten nach oben gezogen. Der stärkste Index-entlastende Effekt kam dagegen mit -0,254 Prozentpunkten von den - nach Ende der Hauptreisezeit - um 12,2 Prozent billigeren Flugpauschalreisen. Auch die um 7,4 Prozent günstigeren Flugreisen dämpften den VPI merklich (-0,22 Prozentpunkte), während Verteuerungen bei diversen Bekleidungsartikeln den VPI im Monatsabstand in die Höhe trieben.

Bekleidung und Schuhe

Im Monatsabstand die größten Preissteigerungen registrierte die Statistik Austria im September bei Bekleidung und Schuhen (+4,9 Prozent), Wohnung, Wasser und Energie (+0,2 Prozent) sowie Erziehung und Unterricht (+2,6 Prozent). Mit dem Ende des Ausverkaufs erhöhten sich die Preise für Bekleidungsartikel um durchschnittlich 6 Prozent, Damenbekleidung um 8 Prozent und Herrenbekleidung um 5 Prozent. Auch bei Schuhen (+1 Prozent) kam es zu leichten Preissteigerungen-

Die Ausgaben für Eigentumswohnungen (+1 Prozent) und die Wohnungsmieten (+1 Prozent) stiegen im September gegenüber dem Vormonat August ebenfalls leicht an. Im Bereich Erziehung und Unterricht kam es zu Schulbeginn zu Preissteigerungen bei Kindergärten und Volksschulen (+3,0 Prozent; Kindergartengebühr +3 Prozent, Volkschule, Halbinternat +4 Prozent), sowie in der Erwachsenenbildung (+5,3 Prozent).

Billige Freizeit

Preissenkungen gegenüber dem Vormonat August gab es bei Waren und Dienstleistungen aus den Bereichen Freizeit und Kultur (-1,8 Prozent), Verkehr (-0,9 Prozent) und Restaurants und Hotels (-1,7 Prozent). Mit Ende der Hauptreisezeit kam es zu Preisnachlässen bei Pauschalreisen (-6,6 Prozent; Flugpauschalreisen -12 Prozent, Flugreisen -7 Prozent, Flugtickets -16 Prozent) und bei Beherbergungsdienstleistungen (-12,2 Prozent; Hotel alle Kategorien -4 Prozent, Übernachtung im Ausland/Appartement -29 Prozent).

Die Energiepreise zogen im Monatsabstand - anders als im Vorjahrsvergleich - spürbar an. Haushaltsenergie (Strom, Gas, Heizöl, Kohle, Fernwärme - jedoch ohne Treibstoffe) kostete im September um 0,5 Prozent mehr als im August, wie am Mittwoch von Paul Haschka von der Direktion Volkswirtschaft in der Statistik Austria zu erfahren war.

Gestiegene Heizölkosten

Flüssige Brennstoffe (Heizöl extra leicht) kosteten um 2,4 Prozent mehr, Kraftstoffe um 1,0 Prozent mehr (dabei Normalbenzin +0,7 Prozent, Superbenzin +0,6 Prozent, Diesel +1,5 Prozent). Elektrische Energie kostete um 0,1 Prozent mehr als im August, feste Brennstoffe um 0,2 Prozent mehr. Dagegen blieben die Preise für Gas und Wärme im Monatsabstand unverändert, wie Haschka auf APA-Anfrage sagte.

Im Einzelnen gab es im September laut Statistik Austria folgende wichtige Preisänderungen gegenüber dem Vormonat:

Veränderung Einfluss auf gegenüber Vormonats- August 2002 veränderung Indexposition +/- % +/- %

Wohnungsmiete (alle Kat.) 0,9 0,040 Damenjacke 13,3 0,036 Damenrock 16,2 0,033 Damenhose 9,0 0,026 Herrenjacke 13,8 0,021 Kosten für Eigentumswohnung 1,3 0,012 Kindergartengebühr 3,0 0,009 Damenstiefel 4,5 0,007 Kinderhalbschuhe 4,6 0,007 Herrenhalbschuhe 1,1 0,003 Volksschule, Halbinternat 3,6 0,001 PC-Computer -6,7 -0,014 Hotel, alle Kategorien -3,7 -0,022 Übernachtung im Ausland (App.)-29,4 -0,105 Flugticket -15,6 -0,172 Flugreisen -7,4 -0,220 Flugpauschalreisen -12,2 -0,254

(APA)
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