Austria Email mit "stabilem Quartalsergebnis"

16. Oktober 2002, 11:12
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Knittelfelder Warmwasser-Spezialist trotzt rückläufigen Umsätzen

Graz - Ein stabiles Ergebnis trotz rückläufiger Umsätze erreichte die Austria Email nach eigenen Angaben zum Ende des 3. Quartals 2002. Der im obersteirischen Knittelfeld ansässige Spezialist für Warmwassertechnik konnte "Umsatzeinbrüche im größten Exportmarkt Deutschland mit einer soliden Geschäftsentwicklung im Heimmarkt Österreich und den übrigen Exportmärkten klar kompensieren", so das Unternehmen am Mittwoch in einer Aussendung. Auch für das Jahresergebnis 2002 wird ein Halten des Vorjahresniveaus trotz der ungünstigen Entwicklung des deutschen Marktes erwartet. Insgesamt liegt der Umsatz der Austria Email in den ersten drei Quartalen 2002 mit 29,9 Mill. Euro um rund elf Prozent unter dem Vorjahresniveau (33,7 Mill. Euro).

Im Ergebnis - das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) liegt mit 1,263 Mill. Euro um 8,6 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,163 Mill. Euro - konnten die Einbußen in Deutschland nach Angaben von Austria Email "wettgemacht" werden. Hauptgründe für den Einbruch sind geringe Zugewinne in den übrigen Absatzregionen. "Vor diesem Hintergrund erwartet Austria Email für das gesamte Geschäftsjahr 2002 auf Basis weiterer Kostenreduktion und Margenverbesserungen trotz eines Umsatzrückganges von etwa elf Prozent das Ergebnis auf Vorjahresniveau zu stabilisieren", so Geschäftsführer Wolfgang Gauster.

Kernkompetenz des Knittelfelder Unternehmens ist die Produktion emaillierter Kessel für die Warmwasserbereitung. Neben einer neuen Vertriebsstruktur in Deutschland soll ein Investitionsprogramm zur Einführung neuer Technologien in der Produktion künftig Ertragsverbesserungen bringen. Ab der Mitte 2002 gelangten acht Mill. Euro zur Investition, bei einem neu entwickelten Schweißautomaten, im Bereich der Beize und der Emaillierung. Neben einer Verbesserung der Arbeitsplatzqualität sind Produktivitätssteigerung, Kostensenkung und höhere Produktqualität Ziele.

Durch einen massiven Einbruch des deutschen Heizungssektors musste die Austria Email in ihrem wichtigsten Markt Umsatzeinbußen von bis zu 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Davon betroffen waren vor allem Standspeicher für Solaranlagen, wegen des Wegfalls der öffentlichen Förderungen. Ungeachtet dessen konnte die Austria Email ihren Marktanteil von etwa zwölf Prozent im deutschen Markt halten. Die übrigen Exportumsätze entwickelten sich "durchwegs positiv", insgesamt trug der Export in den ersten drei Quartalen mit 12,3 Mill. Euro 41 Prozent zum Umsatz bei (Vorjahr: 15,7 Mill. Euro bzw. 46 Prozent).

Im Inland gelang es Austria Email, mit einem Umsatz von 17,6 Mill. Euro den Vorjahresumsatz zu halten. Praktisch nicht beeinflusst wurde das Geschäft der Austria Email durch die Hochwasserkatastrophe im vergangenen August, da die Speicher des Unternehmens auf Grund ihrer hohen Qualität selbst längere Überflutungen weitgehend unbeschadet überstanden hatten. Dies zeigte eine Unterstützungsaktion, in deren Rahmen Austria Email den Geschädigten des Hochwassers neue Speicher um zehn Prozent verbilligt anbot. (APA)

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