Vodafone übernimmt Mehrheit an Frankreichs Mobilfunkkonzern SFR

16. Oktober 2002, 11:01
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Briten bauen Beteiligung an SFR-Mutter Cegetel aus

Der britische Vodafone-Konzern hat die Mehrheit an Frankreichs zweitgrößten Mobilfunkanbieter SFR übernommen. Vodafone kaufte am Mittwoch für 2,5 Milliarden Pfund (3,9 Milliarden Euro) vom Konkurrenten BT Group einen Anteil von 26 Prozent an der SFR-Mutter Cegetel. Für 2,3 Milliarden Euro übernahm Vodafone gleichzeitig weitere 15 Prozent an Cegetel vom US-Konzern SBC Communications. Damit hält Vodafone statt bisher 15 Prozent nun mit 56 Prozent die Mehrheit an Cegetel.

80 Prozent

Cegetel ist im Besitz von 80 Prozent an SFR. Da Vodafone schon direkt 20 Prozent an SFR hält, haben die Briten durch die Übernahme der Anteile von BT Group und SBC Communications nun die Mehrheit. SFR hat rund 13 Millionen Kunden in Frankreich und ist damit die Nummer zwei hinter der Mobilfunktochter Orange des Ex-Monopolisten France Télécom.

Angebot an Vivendi Universal

Gleichzeitig unterbreiteten die Briten aber auch dem angeschlagenen französischen Medienkonzern Vivendi Universal ein Angebot über 6,77 Milliarden Euro für dessen Beteiligung an Cegetel. Vivendi hält 44 Prozent an Cegetel und hatte ursprünglich gehofft, trotz der Krise die lukrative Telekommunikationssparte behalten zu können.

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