Apple setzt auf "Elvis"

16. Oktober 2002, 20:31
9 Postings

Neues Dateisystem soll Microsofts NTFS überflügeln

Wie das Online-Magazin eweek berichtet, plant Apple mit dem in kürze erscheinenden 10.2.2 Release eine neues Dateisystem einzuführen. Der Codename für das neue System lautet Elvis.

Das Dateisystem eines Betriebssystems ist eine abstrakte Softwareschicht die nach unten hin mit der Hardware kommuniziert und es nach oben hin ermöglicht, eine visuelle Repräsentation der vorliegen Dateien vorzunehmen.

Elvis is alive

Mac OS X 10.2.2 wird natürlich einige Bugs ausmerzen, zusätzlich kommt aber schon Elvis zum Einsatz. Elvis wird über dem Mac Dateisystem HFS laufen. In der Werkseinstellung ist Elvis deaktiviert, das neue System muss von User über die Command Line eingeschaltet werden. Läuft Elvis im Hintergrund, wird das System dadurch 10 bis 15 Prozent langsamer.

"journaled file system"

Elvis ist ein so genanntes "journaled file system". Es werden also alle Aktivitäten der Festplatte in einem Art Logbuch mitgeschrieben. Kommt es zu einem Crash oder Systemfehler, kann diese Logbuch befragt werden. Dadurch ist es relativ einfach, das System in den Zustand vor der Katastrophe zurückzuversetzen.

Erst bei Longhorn

Microsofts Windows 2000 und XP arbeiten mit dem Dateisystem NTFS, dessen Journal-Fähigkeiten sind aber noch nicht vollständig ausgereift. Erst die Windowsversion Longhorn soll ein neues Dateisystem enthalten.(red)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.