Infineon streicht Investitionen zusammen

16. Oktober 2002, 09:34
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Chipkonzern zieht aus Nachfrageeinbruch Konsequenzen

Düsseldorf - Der Münchener Chipkonzern Infineon streicht wegen der anhaltenden Flaute im Technologiesektor seine Investitionen zusammen. Im Anfang Oktober begonnenen Geschäftsjahr 2002/2003 werde Infineon höchstens eine Milliarde Euro in neue Anlagen investieren, sagte Konzernchef Ulrich Schumacher dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe).

Bisher waren bis zu 1,5 Mrd. Euro geplant. Schumacher begründete die Kürzung der Investitionen damit, dass der Marktaufschwung in der Chipbranche sich entgegen aller Prognosen weiter verzögere. Es gebe für die nächsten zwei Quartale keine Anzeichen für eine deutliche Belebung. "Wir werden erst dann wieder aggressiver investieren, wenn wir die weitere Marktentwicklung absehen können."

Infineon leidet wie die gesamte Branche unter dem deutlichen Nachfrageeinbruch und starken Preisverfall bei Halbleitern, insbesondere bei Speicherchips. Infineon kündigte zudem das Ende der Partnerschaft mit dem taiwanischen Unternehmen Mosel Vitelic an. "Auf jeden Fall werden wir keine Geschäfte mehr mit Mosel Vitelic betreiben", so Schumacher. Beide Partner sind an dem Gemeinschaftsunternehmen Promos in Taiwan beteiligt, das Speicherchips produziert. Die Zukunft von Promos ist den Angaben zufolge offen. (APA)

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