"Wundervolle" Schachzüge

15. Oktober 2002, 22:24
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"Deep Fritz" gewinnt sechste Partie gegen Weltmeister Kramnik und gleicht aus

Im Schach-Duell "Mensch gegen Maschine" hat der Computer erneut gewonnen. Weltmeister Wladimir Kramnik aus Russland kassierte in der sechsten Partie in Bahrain am Dienstagabend gegen das deutsche Schachprogramm "Deep Fritz" seine zweite Niederlage in Folge. Damit steht es 3:3.

Aufgabe nach 34 Zügen

Mit den weißen Steinen ließ Kramnik in einer Damenindischen Partie die gewohnte Vorsicht vermissen und opferte im 19. Zug einen Springer. Kramnik lockte den feindlichen König ins Freie und erhielt einen viel versprechenden Angriff. Der Computer wehrte die Attacke jedoch mit brillanten Zügen ab und zwang Kramnik nach 34 Zügen zur Aufgabe. Kramnik bezeichnete die Partie als großartig und einige Züge des Computers als wundervoll.

Die Fritz-Programmierer sahen sich in ihrer Taktik bestätigt, den frühen Damentausch zu verhindern und das Spiel in komplizierte Bahnen zu lenken.

"Brains in Bahrain"

Das Duell unter der Bezeichnung "Brains in Bahrain" ist damit wieder völlig offen. Die nächste Partie wird am Donnerstag ausgetragen. Kramnik, der zur Halbzeit noch klar mit 3:1 geführt hatte, spielt dann mit den schwarzen Steinen. Das mit einer Million US-Dollar dotierte Match geht über insgesamt acht Partien. (APA/dpa)

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