USA und Großbritannien bombardieren Kommandozentrum

15. Oktober 2002, 21:40
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Ein Verletzter - US-Zentralkommando dementiert irakische Vorwürfe: "Die Zivilbevölkerung wird nie angegriffen"

Ein Verletzter nach amerikanisch-britischem Angriff Kommandozentrum im Südirak bombardiert

Washington/Bagdad - Amerikanische und britische Kampfflugzeuge haben am Dienstag im Irak ein Kontroll- und Kommandozentrum bombardiert. Die Flugzeuge seien zuvor von irakischen Stellungen aus mit Luftabwehrraketen und Artilleriefeuer beschossen worden, teilte das US-Zentralkommando in Florida mit. Der Zwischenfall ereignete sich im Süden des Landes bei Al Kut rund 170 Kilometer südöstlich von Bagdad. Nach Angaben eines Militärsprechers in Bagdad wurde ein Mensch verletzt.

Zwei Häuser seien schwer beschädigt worden, sagte der irakische Sprecher. Er warf den Alliierten vor, ein ziviles Wohngebiet ins Visier genommen zu haben. Das US-Zentralkommando betonte dagegen, dass die Zivilbevölkerung nie angegriffen werde.

Zuletzt hatten Briten und Amerikaner am Freitag vergangener Woche in der südlichen Flugverbotszone eine Raketenstellung bei Tallil bombardiert. Die Flugverbotszonen im Süden und Norden wurden nach dem Golfkrieg 1991 von den USA, Großbritannien und Frankreich eingerichtet, um die Kurden im Norden und die Schiiten im Süden vor Luftangriffen der irakischen Armee zu schützen. Sie werden von britischen und amerikanischen Kampfjets überwacht. Die Einrichtung der Zonen ist rechtlich umstritten. Es gibt dafür keine ausdrückliche Genehmigung des UNO-Sicherheitsrats. (APA/dpa)

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