"Neue Zürcher Zeitung" entlässt 27 Mitarbeiter

16. Oktober 2002, 09:58
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Insgesamt werden 80 Stellen abgebaut

Die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) entlässt 27 Mitarbeitende. Insgesamt werden 80 Stellen abgebaut, wie die NZZ am Dienstag mitteilte. Betroffen sind die Bereiche Redaktion, Verlag, Produktion sowie Finanzen, Informatik und Personal.

Der größte Teil des Stellenabbaus erfolge über natürliche Fluktuation, ordentliche und vorgezogene Pensionierungen sowie durch Reduktion der Arbeitspensen. Dennoch seien Entlassungen unumgänglich. Die Arbeitnehmervertretungen hätten einen Sozialplan unterzeichnet.

Stellenvolumen um 10 Prozent reduzieren

Mit dem Abbau reduziert die NZZ ihr Stellenvolumen um gut 10 Prozent. Im ganzen Verlag teilen sich 840 Personen knapp 800 Stellen, erklärte Chefredakteur und Geschäftsleitungsmitglied Hugo Bütler auf Anfrage.

Gründe für den Stellenabbau sind der Rückgang des Werbevolumens, und die markante Werbeflaute. Im Jahr 2000 erreichten die Inserateaufträge einen Umfang von fast 11.400 Seiten, dieses Jahr gehen sie gemäß Mitteilung auf unter 8.000 Seiten zurück. Dies bedeute 40 Millionen Franken (27,3 Mill. Euro) weniger Einnahmen als im Jahr 2000.

Kosten um 20 Millionen Franken reduzieren

Insgesamt müsse die NZZ ihre Kosten deshalb um rund 20 Millionen Franken reduzieren. Die Mitarbeitenden seien vergangene Woche in einem Brief darüber informiert worden, dass diese Einsparungen mit reinen Rationalisierungsmaßnahmen nicht zu erreichen seien.

Überprüft wurden seit diesem Sommer alle Publikationen des Unternehmens. Nach Angaben von Bütler wurde entschieden, keine einzustellen. Die im Frühling lancierte "NZZ am Sonntag" komme besser voran als geplant, sowohl werbe- als auch kostenmäßig. (APA)

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