Minisender in 80.000 Briefen

16. Oktober 2002, 12:57
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EU-Studie testet Post-Zustellzeiten in den Mitgliedsländern

Wien - Mit 80.000 in Briefen versteckten Minisendern will ein EU-Projekt die Postfüchse in den Mitgliedsländern testen, berichtet der "Kurier" in seiner Mittwoch-Ausgabe. Den Zuschlag für die am Dienstag gestartete, drei Jahre dauernde Studie über Post-Zustellzeiten erhielt nach einer EU-weiten Ausschreibung das Wiener Institut Info Research. Die Überprüfung soll als Vorbereitung für 2009 dienen. Da sollen in der EU die nationalen Zustellmonopole fallen.

Pro Jahr sollen 30.000 Briefsendungen in fünf verschiedenen Gewichtsklassen durch Österreich geschickt werden. 150 Personen und Firmen wurden laut "Kurier" für dieses Projekt als Briefabsender und Empfänger engagiert. Für die Post selbst sind die Sendungen nicht zu identifizieren.

Alle Eventualitäten werden abgedeckt

"Es werden alle Eventualitäten abgedeckt. Die Testbriefe gehen entweder frankiert, mittels Postamt-Barzahlung oder mit Poststempel in den Transport", spricht Projektleiter Stefan Vospernik von lückenloser Überprüfung.

In den kommenden drei Jahren werden Montag bis Freitag Testsendungen auf 81 Routen durch das Land verschickt. In 80 Prozent dieser Testbriefe ist der elf Gramm leichte Sender versteckt. Er registriert die Sortiermaschinen, aber auch die Liegezeit der Sendung. Die Daten werden schließlich in Brüssel gesammelt und bei der zentralen EU-Postbehörde ausgeweitet. (APA)

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