Eiskunstlauf: Schuba hat ein Konzept

15. Oktober 2002, 18:52
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Bei den Winterspielen 2010 soll Spitzenplatz her

Wien - Trixi Schuba, relativ neue Präsidentin des Österreichischen Eiskunstlauf- und Eislaufverbandes, möchte bei den Winterspielen 2010 "einen Spitzenplatz" erreichen. Natürlich meint sie sich nicht selbst, sie holte ja bereits 1972 in Sapporo Gold. Schuba (51) hat lediglich einen Plan vorgestellt, wie sie diese "Vision" trotz der tristen wirtschaftlichen und sportlichen Situation des Verbandes verwirklichen möchte. "Wenn man bedenkt, dass 16-Jährige um den Olympiasieg laufen, dann müssen wir mit den Achtjährigen beginnen. Ich werde mich demnächst auf Talentsuche begeben. Und ich bin sicher, dass ich fündig werde."

Hans Holdhaus, Leiter des Instituts für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung, wird ein Trainingsprogramm ausarbeiten. Schuba: "Wir wollen die Sportler energetisch, läuferisch und rhetorisch nach oben bringen. Ganz wichtig ist auch die mentale Schulung, die Stärkung des Willens, an die Spitze zu kommen." Umsetzbar sei das Programm aber nur mit einem Trainerteam, das alle Bereiche - Technik/Lauf, Choreografie, Kondition, Physiotherapie, mentales Training - abdeckt. "Wir müssen die Trainer dazu bewegen zusammenzuarbeiten. Sie sollen das Potenzial erkennen und fördern", sagte Schuba. "Ich bin ein positiv denkender Mensch. Ich habe die Herausforderung gerne angenommen, wir werden was weiterbringen." (red)

(DER STANDARD, PRINTAUSGABE 16.10. 2002)
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