Berlin-Brandenburg wird Vorreiter beim digitalen Fernsehen

15. Oktober 2002, 16:26
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Empfang über einfache Antenne künftig nicht mehr möglich

Als erste deutsche Ballungsregion stellt Berlin-Brandenburg den Fernsehempfang über Analog-Antenne auf ein digitales System um. Vom 1. November an sind zwischen Wittenberg, Stendal, Neustrelitz und Frankfurt/Oder acht Fernsehprogramme über so genannte digitale Terrestrik (DVB-T) zu empfangen. Dazu ist allerdings ein spezielles Empfangsgerät nötig, wie der Sender Freies Berlin und andere Veranstalter am Dienstag in Berlin mitteilten. Über eine einfache Antenne ist der Empfang dann nicht mehr möglich.

Die so genannte Set-Top-Box kostet mindestens 199 Euro. Sozialhilfeempfänger erhalten unter bestimmten Bedingungen Zuschüsse, wie Hans Hege von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg erläuterte. Neben dem terrestrischen Antennenempfang können die Zuschauer auch in Zukunft Sendungen über Kabel oder Satellit empfangen. Der Analogempfang wird den Angaben zufolge vor allem aus technischen Gründen durch ein digitales System ersetzt.

Vom 1. November an sind in der Hauptstadtregion digital-terrestrisch die Programme ARD, ZDF, SFB 1, ORB, RTL, RTL II, ProSieben und SAT.1 zu empfangen. Darauf wollen die Veranstalter auch mit einer speziellen Werbekampagne im Fernsehen hinweisen. Vom 1. März 2003 an sollen es dann über 20 Programme sein, darunter auch WDR, NDR, MDR, arte, Phoenix, ZDF-Dokukanal, ZDF-Infokanal, N 24 und Super RTL. BBC und CNN gehören bisher nicht zu den Teilnehmern. (APA/dpa)

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