MMS-Erfolg belebt Telekomgeschäft in Italien

15. Oktober 2002, 15:47
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Seit Juli wurden 250.000 Kurzmitteilungen mit Fotos verschickt - Debüt des UMTS-Systems mit Spannung erwartet

Die Italiener sind offensichtlich begeisterte Versender von multimedialen Kurznachrichten via Handy. Der SMS-Nachfolger MMS (Multimedia Messaging Service), der das Versenden von Fotos via Mobiltelefon erlaubt und im Juli auf dem italienischen Markt eingeführt worden war, stößt auf unerwartete Nachfrage. In wenigen Monaten wurden bereits 250.000 MMS verschickt.

Ab November darf gezahlt werden

Der Erfolg ist vorerst der Tatsache zuzuschreiben, dass die drei italienischen Mobilfunkbetreiber TIM, Vodafone Omnitel und Wind, das MMS-System in der Startphase gratis angeboten haben. Ab November werden Mobilfunkkunden MMS aber selber zahlen müssen. Doch die Telekom-Gesellschaften sind zuversichtlich, dass der Boom anhalten wird.

80.000 Handys verkauft

In Italien wurden in den letzten Monaten 80.000 Handys verkauft, die MMS verschicken können. "Die positiven Ergebnisse des MMS-Starts belohnen die massiven Investitionen der letzten Jahren. Seit 2000 haben wir zwei Mrd. Euro für die Modernisierung des Netzes auch in Hinblick auf den UMTS-Start investiert", sagte der Chef von Vodafone Omnitel, Vittorio Colao.

Spannung rund um UMTS-Start

Bis Jahresende wollen die Telekomkonzerne in Italien mit der dritten Mobilfunktechnologie UMTS starten. Noch vor Weihnachten werden 10.000 UMTS-Handys auf den Markt kommen. Die italienischen Telekom-Konzerne, die im Oktober 2000 für insgesamt 13 Mrd. Euro eine UMTS-Lizenz erworben hatten, starten dieser Tage mit massiven Werbekampagnen. Der größte Mobilfunkbetreiber Italiens TIM wird ab den ersten Monaten 2003 den Italienern eine ausgedehnte Palette an Dienstleistungen im Bereich Entertainment, Nachrichten, Fußball und Filme anbieten.(APA)

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