Friedenskonferenz in Kenia eröffnet

15. Oktober 2002, 15:40
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Einigung führender Clanchefs soll jahrelange Anarchie in Somalia beenden

Eldoret - VertreterInnen der Konfliktparteien Somalias sind am Dienstag in der westkenianischen Stadt Eldoret zu einer Friedenskonferenz zusammengekommen. Zum 16. Mal seit Zerfall des Landes am Horn von Afrika vor elf Jahren versuchen VertreterInnen aus Regierung, führenden Clans und Gemeinden Wege zu einer Einigung zu finden. Einige führende Clanchefs nehmen jedoch nicht teil.

Suche nach permanenten Regierungsstrukturen

Die rund 300 Delegierten wollen in der westkenianischen Stadt über Fragen der Verfassung, des Landbesitzes und der Demobilisierung verhandeln. Sie suchen nach permanenten Regierungsstrukturen, die von allen Beteiligten akzeptiert werden können.

Anarchie seit 1991

Seit dem Sturz des Diktators Siad Barre 1991 herrscht in Somalia Anarchie. Eine vor zwei Jahren in Dschibuti ernannte Übergangsregierung wird von führenden Clanchefs nicht anerkannt. Übergangspräsident Abdikassim Salad Hassan kontrolliert nur Teile der Hauptstadt Mogadischu.

Die von der regionalen Entwicklungsbehörde IGAD organisierte Konferenz in Eldoret soll von den Somalis selbst geführt werden. Arabische und westliche Staaten finanzieren den Friedensprozess. Deutschland übernahm mit 750.000 Euro den größten Anteil. (APA)

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    Ein Blick in das "Armenhaus Afrikas", Somalia

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