Treffen der extrem rechtsgerichteten "AFP" in Offenhausen

15. Oktober 2002, 14:39
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"Infoladen Wels" hat Gegenkundgebung angemeldet

Linz - Offenhausen im Bezirk Wels-Land in Oberösterreich wird am kommenden Wochenende wieder Schauplatz eines Treffens der extrem rechtsgerichteten "Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik" (AFP) sein. Ein "Infoladen Wels" hat eine Gegenkundgebung angemeldet. Die oberösterreichische Sicherheitsdirektion rechnet nicht mit Zwischenfällen.

Die AFP - vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands als rechtsextrem eingestuft - nennt ihr Treffen die "37. politische Akademie". Veranstaltungsort ist ein Gasthaus in Offenhausen. Das Treffen, zu dem laut Sicherheitsdirektion etwa zwei Autobusse voll mit Teilnehmern aus dem In- und Ausland erwartet werden, beginnt am Freitag, 18. Oktober mit einem Besuch des "Urzeitmuseums im Schloss Würting". Für den Abend ist ein Vortrag von Siegfried Lorber aus Klagenfurt zum Thema "Die Wehrmachtsausstellung und eine Justizgroteske" geplant.

Am Samstag, 19. Oktober, wird es um Asyl- und Ausländerfragen gehen, aber auch um das Thema "Die Flucht vor der deutschen Muttersprache" (Referent Stephan Mairinger aus Linz). Josef Feldner aus Klagenfurt wird über die "Protestaktion des Kärntner Heimatdienstes gegen Kollektivschuld und Sippenhaftung" informieren.

Am Sonntag, 20. Oktober wird unter anderem über die Benes-Dekrete diskutiert und Horst Jakob Rosenkranz aus Niederösterreich hält ein Referat zum Thema "Hat der Nationalstaat Zukunft ?".

Der "Infoladen Wels" führt seine ebenfalls angemeldete Kundgebung am Samstagnachmittag vor jenem Gasthaus durch, in dem die AFP ihre "Akademie" abhält. Bei dieser Gegenkundgebung sind Straßentheateraktionen und Reden - unter anderem von dem Welser Filmemacher Andreas Gruber - geplant.

Es sei aber Vorsorge getroffen, dass die Teilnehmer der beiden Veranstaltungen "nicht aneinander geraten", so ein Sprecher der OÖ. Sicherheitsdirektion. (APA)

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