Heute ist der "Tag des weißen Stocks"

15. Oktober 2002, 14:16
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Er soll auf die Lebenssituation Blinder und Sehbehinderter aufmerksam machen

Wien - Der Österreichische Blinden- und Sehbehindertenverband (ÖBSV) begeht heute den "Tag des weißen Stocks". 1964 übergab der damalige US-Präsident Johnson im Rahmen eines symbolischen Akts weiße Langstöcke an Blinde, um auf den Beginn der systematischen Ausbildung Blinder im Mobilitätstraining hinzuweisen. Seither nutzen Blindenorganisationen in aller Welt diesen speziellen Tag, um auf die besonderen Lebensumstände betroffener Menschen aufmerksam zu machen. Der weiße Stock dient als Orientierungshilfe und Verkehrsschutzmittel.

Schwerpunkt Mobilität

Heuer steht der "Tag des weißen Stocks" im ÖBSV ganz im Zeichen der Sensibiliasierung der Öffentlichkeit für das Thema "Mobilität und damit verbundene Gefahren im Straßenverkehr für blinde und sehbehinderte Menschen". 

"Schlecht abgesicherte Baustellen, verstellte Gehsteige, unüberwindliche Kreuzungen, ein Mangel an taktilen Leitsystemen, zu niedrig angebrachte Verkehrszeichen, freistehende Treppen , um nur einige Widrigkeiten zu nennen, machen den täglichen Weg zur Arbeit oder auch nur zum Einkaufen zu einem gefährlichen Unterfangen," betont ÖBSV Präsident Prof. Klaus Guggenberger, " die vielzitierte Barrierefreiheit bleibt für den Personenkreis der blinden und sehbehinderten Menschen weitgehend eine Wuschvorstellung ..." (red)

 

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ÖBSV

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    Alltägliche Wege sind aufgrund von fehlenden Absicherungen und Leitsystemen für Blinde und Sehbehinderte häufig mit großen Gefahren verbunden.

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