Schienen putzen neu

20. Oktober 2002, 09:30
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Laserkanone verdampft Schmutz, Laub und Ölreste gleich auf der Stelle

Aachen - Aachener Forscher haben eine Laserkanone entwickelt, mit der sich Bahn-Schienen Energie sparend putzen lassen. Das neuartige Reinigungsgerät verdampft nach Angaben des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik (ILT) Schmutz wie Laub und Ölreste auf den Schienen.

Dafür schießt der Laser kurze 400-Kilowatt-Pulse auf den Schmutz. Trotz dieser hohen Leistung verbraucht der Schienenreiniger wegen der Kürze der Laserpulse mit zehn Kilowatt nur etwa so viel wie ein Küchenherd. Die Motorenleistung der herkömmlichen Bürsten sei tausend mal höher, erläuterte ILT-Projektleiter Dieter Hoffmann. Straßenbahnen könnten mit der neuen Technik zudem auf Streusand und Wartungsfahrzeuge auf Spüllösungen verzichten.

Allerdings erreicht das Versuchsfahrzeug mit dem Reinigungslaser bisher erst eine Geschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde. Das ILT will nun mit einem britischen Unternehmen ein preiswertes Gerät zur Marktreife entwickeln, das direkt vor den Lokrädern von Servicezügen eingesetzt werden kann. (APA/dpa)

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