Schwerer Schlag gegen die Mod-Chip-Szene

15. Oktober 2002, 14:06
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Nintendo, Microsoft und Sony setzten sich gegen Lik-Sang durch - "Fragwürdige Produkte" sind aus dem Sortiment verschwunden

Die Software- und Video-Spiel-Firmen Microsoft, Nintendo und Sony haben ungewohnte Einigkeit gezeigt und können nun einen großen Erfolg im Kampf gegen Raubkopien für sich verbuchen. Die Hersteller setzten sich gegen den größte Modchip- und Backupsystemexporteur Hong Kongs, Lik Sang, durch und haben so einen schweren Schlag gegen die Mod-Chip-Szene erzielt.

Seite war weg - nun sind die Produkte nicht mehr da

Die Webseite von Lik Sang war seit einem Monat nicht mehr erreichbar. Nun können Kunden zwar wieder im Angebot stöbern, doch finden sich im Sortiment des Anbieters keinerlei "fragwürdige Produkte" mehr. Nach einem entsprechenden Gerichtsurteil des High Court of Hong Kong hat Lik Sang alle Produkte, die zum Bruch von Urheberrechten benutzt werden könnten, aus dem Programm genommen. Laut einer Mitteilung von Lik Sang wird es in Zukunft weder Modchips noch andere vergleichbare Produkte zu kaufen geben. Größter Anbieter

Lik Sang zählte zu den weltweit größten Anbietern von so genannten Mod-Chips - auch viele Großkunden bestellten in Hong Kong diverse Umbausätze für PlayStation, Xbox, GameCube und Co. Nach Angaben des Unternehmens werden alle Mod-Chip-Bestellungen, die vor der Zwangspause eingegangen waren, nicht mehr bearbeitet werden.(red)

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