Rennerpreis 2002 geht an "Falter"-Chef

16. Oktober 2002, 12:34
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Armin Thurnher für "Lebenswerk "Falter" ausgezeichnet - "Besonders hohes Maß an Zivilcourage"

"Falter"-Chefredakteur Armin Thurnher (53) wird mit dem Dr. Karl Renner-Publizistikpreis 2002 ausgezeichnet. Wie der Österreichische Journalisten Club (ÖJC), der diesen Preis vergibt, am Dienstag mitteilte, würdige man Thurnher damit für sein "Lebenswerk", die Wochenzeitung "Falter". "Der 'Falter' ist eine der wichtigsten Ausbildungsstätten für junge Journalisten in Österreich und zeigte in den vergangenen Jahren ein besonders hohes Maß an Zivilcourage", so die Begründung der Jury.

"Falter"-Gründer

Armin Thurnher wurde am 21. Februar 1949 in Bregenz geboren und gründete - nach Studien der Anglistik, Germanistik und Theaterwissenschaft in Wien und New York - 1977 die Wiener Stadtzeitung "Falter". Thurnher ist Chefredakteur des "Falter" und publiziert in zahlreichen in- und ausländischen Medien. Im wöchentlichen "Falter"-Leitartikel "Seinesgleichen geschieht" setzt er sich mit der österreichischen Innenpolitik und der heimischen Medienlandschaft auseinander. Gegen Medienkonzentration schreibt Thurnher seit rund fünf Jahren auch mit seinem persönlichen "ceterum censeo" an, das sich seit der Magazin-Fusion gegen Mediaprint und "Formil"-Gruppe wendet: "Im Übrigen bin ich der Meinung, der Mediamil-Komplex muss zerschlagen werden", so der wöchentliche Abschluss seines Kommentars.

Bucherscheinungen

Zu Thurnhers jüngsten Bucherscheinungen zählen "Das Trauma, ein Leben. Österreichische Einzelheiten" und "Heimniederlage. Nachrichten aus dem neuen Österreich", beide im Zsolnay-Verlag erschienen. Thurnher erhielt 1990 den Preis der Stadt Wien für Publizistik, 2000 wurde ihm der Bruno-Kreisky Preis für das politische Buch verliehen. Im Vorjahr erhielt Thurnher den Kurt-Vorhofer-Preis.

Der mit 7.000 Euro dotierte Rennerpreis wird alle zwei Jahre vergeben, die Verleihung wird laut ÖJC im Dezember 2002 in Tirol stattfinden. Renner-Preisträger im Jahr 2000 war der ORF-Journalist Andreas Novak, der für seine Dokumentation "Ein ganz normaler Arzt" über den ehemaligen Arzt am Spiegelgrund, Heinrich Gross, ausgezeichnet wurde. (APA)

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    Armin Thurnher

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